So testest du, ob ChatGPT deinen Betrieb kennt

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Bevor du Zeit und Geld in KI-Suchmaschinenoptimierung investierst, lohnt sich eine einfache Frage: Wie nehmen KI-Systeme deinen Betrieb aktuell wahr – und werden sie ihn überhaupt empfehlen?

Das kannst du in zehn Minuten selbst herausfinden – kostenlos und ohne technisches Vorwissen. Dieser Artikel zeigt dir, wie es geht.

Was du dafür brauchst

Ein kostenloses Konto bei ChatGPT reicht für den Anfang aus. Wer etwas gründlicher testen möchte, kann zusätzlich Perplexity nutzen – ebenfalls kostenlos verfügbar unter perplexity.ai. Und wer sehen will, wie Google selbst KI-Antworten darstellt, sucht einfach wie gewohnt bei Google und beobachtet den sogenannten AI-Überblick, der manchmal ganz oben in den Suchergebnissen erscheint.

Schritt 1: Mit allgemeinen Fragen starten

Öffne ChatGPT und stelle Fragen so, wie ein echter Kunde sie stellen würde – nicht wie eine Suchanfrage bei Google, sondern wie eine Frage an einen Bekannten:

– „Was kannst du mir in Bad Ischl zum Essen empfehlen?“
– „Kannst du mir einen guten Optiker im Salzkammergut empfehlen?“
– „Welchen Elektriker in Strobl würdest du empfehlen?“
– „Wo kann ich am Wolfgangsee gut frühstücken?“

Ersetze Branche und Ort durch deine eigenen Angaben und formuliere die Fragen so natürlich wie möglich.

Schritt 2: Deinen Betrieb direkt suchen

Frag anschließend gezielt nach deinem Betrieb:

– „Kennst du den Betrieb [Betriebsname]?“
– „Was weißt du über [Betriebsname] in [Ort]?“
– „Würdest du [Betriebsname] empfehlen?“

Es gibt drei mögliche Ergebnisse:

Die KI kennt dich, und die Angaben stimmen. Ein gutes Zeichen – du bist zumindest grundlegend präsent. Prüfe trotzdem, ob die Informationen vollständig und aktuell sind.

Die KI kennt dich, aber die Angaben sind unvollständig oder fehlerhaft. Das kommt häufiger vor, als man denkt – falsche Öffnungszeiten, veraltete Leistungen oder ein falscher Standort. Das ist ein klares Signal, dass die Informationen auf deiner Website oder in anderen Quellen nicht eindeutig genug aufbereitet sind.

Die KI kennt dich nicht. Das bedeutet nicht, dass du online nicht existierst – aber für KI-gestützte Suchanfragen bist du derzeit unsichtbar.

Schritt 3: Die Antworten genau lesen

Achte nicht nur darauf, ob dein Name auftaucht – sondern auch darauf, was die KI über dich sagt.

Stimmt die Beschreibung deiner Leistungen? Ist der Standort korrekt? Wird die richtige Region genannt? Und gibt es Informationen, die veraltet oder schlicht falsch sind?

Beachte außerdem, welche Mitbewerber genannt werden. Das zeigt dir, welche Betriebe KI-Systeme aktuell als relevanter einstufen – und kann ein Hinweis darauf sein, warum das so ist.

Schritt 4: Denselben Test bei Perplexity durchführen

Perplexity ist eine KI-Suchmaschine, die aktiv im Web recherchiert und ihre Quellen direkt zitiert. Das macht sie für diesen Test besonders aufschlussreich: Du siehst nicht nur die Antwort, sondern auch, welche Websites dabei als Quellen herangezogen wurden.

Stelle dieselben Fragen wie bei ChatGPT und schau dir die zitierten Quellen genau an. Wenn Mitbewerber genannt werden – welche Websites werden verlinkt? Das gibt dir einen konkreten Hinweis darauf, welche Art von Inhalten KI-Systeme als vertrauenswürdig einstufen.

Was dir die Ergebnisse sagen

Nach diesem Test weißt du, ob du in KI-Systemen überhaupt vorkommst, ob die Informationen, die über dich kursieren, korrekt sind, welche Mitbewerber aktuell sichtbarer sind als du – und bei Perplexity: welche Inhalte KI als zuverlässige Quellen verwendet.

Das ist die Grundlage für alle weiteren Schritte. Ohne diesen Ist-Stand weißt du nicht, wo du ansetzen sollst.

Was tun, wenn du nicht gefunden wirst?

Das ist kein Grund zur Panik – aber ein Anlass zum Handeln. Es gibt konkrete Maßnahmen, die dazu beitragen, dass KI-Systeme deinen Betrieb kennen und empfehlen:

Klare, vollständige Informationen auf deiner Website. Strukturierte Daten, die KI-Systemen mitteilen, wer du bist und was du anbietest. Inhalte, die echte Expertise zeigen und als vertrauenswürdig eingestuft werden. Und eine konsistente Präsenz – Website, Google-Profil, Bewertungen – die ein stimmiges Gesamtbild ergibt.

Das ist im Kern, was GEO-Optimierung bedeutet – keine Zauberei, sondern gezielte Arbeit an den richtigen Stellen.

Fazit

Zehn Minuten, ein paar Fragen, ein klares Bild. Dieser Test kostet nichts und zeigt dir sofort, wo du stehst. Mach ihn – und schau, was du siehst.

Wenn das Ergebnis dich überrascht oder du nicht sicher bist, was du damit anfangen sollst, können wir das gerne gemeinsam besprechen.

Häufige Fragen

Muss ich für ChatGPT bezahlen?

Nein. Die kostenlose Version von ChatGPT reicht für diesen Test vollkommen aus. Du brauchst nur ein kostenloses Konto auf chat.openai.com.

Wie oft sollte ich diesen Test machen?

KI-Systeme aktualisieren sich laufend. Es empfiehlt sich, den Test alle zwei bis drei Monate zu wiederholen – besonders dann, wenn du Änderungen an deiner Website oder deinem Google-Profil vorgenommen hast.

Was wenn die KI Dinge über mich sagt die nicht stimmen?

Das ist ein klares Signal, dass deine Online-Präsenz widersprüchliche oder unvollständige Informationen enthält. KI-Systeme kombinieren, was sie vorfinden – wenn das nicht konsistent ist, entstehen Fehler. Das lässt sich gezielt beheben.

Kann ich ChatGPT direkt korrigieren?

Nicht direkt. Bei ChatGPT gibt es keine Möglichkeit, Einträge selbst zu pflegen – anders als etwa bei Google My Business. Die Lösung liegt darin, die Quellen zu optimieren, aus denen KI-Systeme ihre Informationen beziehen: in erster Linie deine Website und dein Google-Profil.

Lust auf den nächsten Schritt?

Wir schauen uns gemeinsam an, wo du aktuell stehst und wo du hinwillst. Oft sind es nur ein paar gezielte Handgriffe, um deine Webseite für Suchmaschinen und deine Kunden attraktiv zu machen.

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